Fallende Konzentration bei Kindern: Ursachen & Behandlung

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Die fallende Konzentration bei Kindern ist heute keine Seltenheit mehr. Die Ursachen können vielseitig sein. Nicht selten ist es jedoch ein schlechter Schlaf, der sich als Auslöser bei einer nachlassenden Konzentration zeigt.

Wie sich Konzentrationsstörungen zeigen

Kinder stehen heute unter ständigem Druck, das beginnt meist schon im Kindergarten und zieht sich auch weiter durch die Schulzeit. Schon früh zeigen sich erste Probleme bei Kindern, die mit diesem Druck nicht umgehen können. Sie können sich immer schlechter konzentrieren. Das beginnt bereits dabei, dass es zwar aussieht, als würden sie zuhören, tatsächlich können sie sich jedoch nicht darauf konzentrieren, was ihnen gesagt wurde. In der Schule werden die Noten schlechter und die Aufmerksamkeitsspanne immer kürzer.

Die meisten Eltern erkennen jedoch zu Anfang die Problematik nicht. Sie versuchen, ihre Kinder durch Nachhilfe oder durch noch mehr Druck in die vermeintlich richtige Richtung zu drängen. Das Ergebnis ist, dass sich viel Frust aufbaut und die Kinder immer weniger Freude daran haben, in die Schule oder in den Kindergarten zu gehen. Wer merkt, dass sich die Aufmerksamkeit seines Kindes immer mehr in die falschen Bahnen bewegt oder generell nachlässt, dem ist zu empfehlen, auf die Suche nach einer Ursache zu gehen und schnell zu reagieren.

 

Musikalische Frühförderung, Englisch im Kindergarten, Sport und Treffen mit den Freunden – schnell haben schon die Kleinsten einen Tag, der 10 Stunden und länger dauert. (#01)

Musikalische Frühförderung, Englisch im Kindergarten, Sport und Treffen mit den Freunden – schnell haben schon die Kleinsten einen Tag, der 10 Stunden und länger dauert. (#01)

Was sind die Ursachen für eine fallende Konzentration?

Die Ursachen dafür, dass die Konzentration der Kinder nachlässt, sind vielseitig. Zu den häufigsten Ursachen gehören:

  1. Starke Überlastung der Kinder
    Als Eltern ist es einem oft nicht bewusst, dass Kinder täglich ein hohes Pensum haben, das sie erschöpft und sie stark belastet. Sowohl in der Familie als auch im Kindergarten oder in der Schule werden sie aufgefordert, sich an Vorgaben zu halten. Sie müssen in gewisser Weise funktionieren und können sich keine Pausen so nehmen, wie sie es brauchen. Das Leben in der Gemeinschaft ist mit vielen Regeln verbunden. Dazu kommen dann noch festgelegte Termine, denen sie sich nicht entziehen können. Musikalische Frühförderung, Englisch im Kindergarten, Sport und Treffen mit den Freunden – schnell haben schon die Kleinsten einen Tag, der 10 Stunden und länger dauert. Die Überlastung ist damit nur eine Frage der Zeit. Bei jedem Kind zeigt sie sich anders. Meist jedoch lässt die Aufmerksamkeit stark nach und zwar in vielen Situationen des Lebens.
  2. Unausgeglichenheit bei den Emotionen
    Kinder spiegeln stark ihre Umwelt und ihr Umfeld. Wenn sie in einem Umfeld aufwachsen, wo sie einem starken, emotionalen Stress ausgesetzt sind, dann kann sich dies durchaus auf ihre Konzentrationsfähigkeit auswirken. Gerade sehr sensible Kinder sind anfällig dafür, dass sie in ihren Emotionen aufgehen und nicht zur Ruhe kommen. Sie beschäftigen sich mit Dingen, die meist in ihrem Alter noch gar kein Thema sein sollten. Daher ist es wichtig, den Kindern ein sicheres Umfeld zu geben und ihnen auch dann eine Stütze zu sein, wenn beispielsweise die Trennung der Eltern ins Haus steht oder ein Familienmitglied oder ein Haustier verstorben ist.
  3. Die Individualität des Kindes
    Dieser Punkt wird von Eltern sehr oft vergessen. Sie vergleichen die Leistungen des eigenen Kindes mit den Leistungen von anderen Kindern und stellen fest, dass diese sich stark unterscheiden. Dabei sind Kinder generell einfach sehr unterschiedlich. Sie erfassen Zusammenhänge mal schnell und mal langsam, brauchen vielleicht ein wenig mehr Zeit, um ein Thema zu verstehen oder sind einfach nicht so stark interessiert daran. Natürlich ist es in der Schule ein Problem, wenn das Interesse an einem Fach nicht vorhanden ist. Meist lässt sich das jedoch nicht erzwingen. Zudem können bestimmte Stimmungen für Konzentrationsstörungen sorgen. Während das eine Kind mit Traurigkeit sehr gut umgehen kann, ist es für ein anderes Kind ein großer Einschnitt in den Alltag, mit dem es nicht klarkommt.
  4. Schlafmangel
    Auch dann, wenn Kinder nach außen hin gut zu schlafen scheinen, kann Schlafmangel ein Auslöser für die Konzentrationsschwäche sein und zwar ein sehr großer.
Schlaf ist für Kinder ganz besonders wichtig und zwar aus unterschiedlichen Gründen. Im Schlaf wird der Tag verarbeitet, der Körper kann zur Ruhe kommen. (#02)

Schlaf ist für Kinder ganz besonders wichtig und zwar aus unterschiedlichen Gründen. Im Schlaf wird der Tag verarbeitet, der Körper kann zur Ruhe kommen. (#02)

Schlafmangel als Faktor bei der Konzentrationsschwäche

Schlaf ist für Kinder ganz besonders wichtig und zwar aus unterschiedlichen Gründen. Im Schlaf wird der Tag verarbeitet, der Körper kann zur Ruhe kommen. Der Schlaf ist grundsätzlich die wichtigste Voraussetzung für die Gesundheit, das Wachstum und natürlich auch für die Lernfähigkeit. Zu Beginn fallen Kinder erst einmal in einen leichten Schlaf, der noch ein wenig unruhig sein kann. Nicht lange danach beginnt die Phase für den Tiefschlaf. In dieser Phase wird der ganze Körper ruhiger, die Atmung und das Herz sind im Gleichklang und auch der Kopf kann sich erholen. Nach dem Tiefschlaf folgt der Traumschlaf und die Kinder verarbeiten alles, was sie am Tag erlebt haben.

In dieser Zeit ist das Gehirn besonders aktiv, während der Körper im Ruhezustand ist. Die einzelnen Phasen treten bei Kindern in einer Nacht rund sechs Mal auf. Werden sie gestört, dann können sich Körper und Geist nicht ausreichend erholen. Schläft ein Kind, dann wachsen die Organe und auch die einzelnen Teile des Körpers. Umso wichtiger ist es, dass ein Kind ausreichend schläft und zwar möglichst tief.

Interessant zu wissen: Wenn ein Kind schläft, dann wird es immer schlauer und zwar unabhängig davon, wie es den Tag verbracht hat. (#03)

Interessant zu wissen: Wenn ein Kind schläft, dann wird es immer schlauer und zwar unabhängig davon, wie es den Tag verbracht hat. (#03)

Ausreichend Schlaf für schlaue Kinder

Interessant zu wissen: Wenn ein Kind schläft, dann wird es immer schlauer und zwar unabhängig davon, wie es den Tag verbracht hat. Selbst an Tagen, wo das Kind vielleicht nicht so viel gelernt hat, nimmt das Wissen im Schlaf zu. Denn wenn Kinder schlafen, dann übt ihr Kopf alles, was er gelernt hat, noch einmal und verinnerlicht es. Nicht umsonst heißt es auch, dass einem die Lösung im Schlaf eingefallen ist.

Kinder brauchen also Schlaf, auch wenn sie das selbst oft nicht so sehen. Zeigen sich Konzentrationsstörungen bei Kindern, dann kann es eine gute Idee sein, an dieser Stelle anzusetzen. Der Rhythmus des Tages ist für Kinder besonders wichtig. Auch wenn sie nicht jeden Abend zur selben Zeit müde sind, so kann es doch helfen, sich hinzulegen und einfach ein wenig zur Ruhe zu kommen. Empfehlenswert ist es zudem, die Schlafumgebung einmal näher zu betrachten.

Video: ADS bei Kindern – Eltern als Coach

Matratze und Lattenrost kontrollieren

Für Erwachsene ist es selbstverständlich, dass sie in einen guten Lattenrost und eine hochwertige Matratze investieren. Bei Kindern jedoch gerät dieser Punkt ein wenig aus dem Fokus. Lange liegen sie in ihren Kinderbetten und auf den kleinen Matratzen, obwohl sie längst an Gewicht zugenommen haben. Das Ergebnis ist, dass die Schlafumgebung nicht mehr zu dem Körper und den Bedürfnissen des Kindes passt.

Eltern sollten daher überprüfen, ob ein neuer Lattenrost sowie eine neue Matratze möglicherweise den Schlafkomfort erhöhen können. Beides sollte auf das Gewicht des Kindes abgestimmt sein. So werden Rückenschmerzen und unangenehme Schlafpositionen vermieden, die den Schlaf des Kindes stören können. Mehrere Zonen bei einer Matratze sowie ein verstellbarer Lattenrost sind oft Faktoren, die für mehr Entspannung in der Nacht sorgen können.

Besuch beim Kinderarzt – ein guter Weg

Da die Ursachen für Konzentrationsstörungen so vielseitig sind, sollten Eltern auch die Möglichkeit im Blick behalten und mit ihren Kinder zum Kinderarzt gehen, wenn es sich nicht nur um eine Phase handelt und die Entschleunigung des Alltags keine Ergebnisse zeigt.

Bereits im Internet gibt es die Möglichkeit, sich über die Kinderärzte im Netz erst einmal zu informieren und zu schauen, was hier zu den möglichen Ursachen steht. Bei einer Untersuchung durch den Arzt können auf jeden Fall auch Faktoren, wie die Hormone sowie der Nährstoffhaushalt des Kindes überprüft werden. Oft findet sich auch hier ein Auslöser für erhöhte Müdigkeit, Schwierigkeiten bei der Konzentration sowie ein schlaffes Gefühl.


Bildnachweis:© Fotolia-Titelbild: Brian Jackson -#01:highwaystarz-#02: Picture-Factory -#03: Harald07



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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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