Die richtige Baby-Erstausstattung: Für einen guten Start ins Leben

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Die Geburt eines Kindes ist nicht nur für die werdenden Eltern eine aufregende Sache. Auch Freunde und Verwandte freuen sich auf dieses Ereignis und stellen sich gleichzeitig die Frage nach dem passenden Geschenk, um den neuen Erdenbürger willkommen zu heißen.

Beliebt sind Produkte oder Gutscheine für die Baby-Erstausstattung, denn da kommt einiges zusammen.

Die wichtigsten Babyartikel zur Erstausstattung

Vom Strampler über Fläschchen bis zur Wickelkommode stehen einige Einkäufe an, die viel Geld verschlingen. Babyartikel einkaufen ist nicht nur notwendig, sondern kann auch jede Menge Spaß machen, wenn man rechtzeitig damit beginnt und es nicht in Stress ausartet.

Es empfiehlt sich eine Checkliste, die nach und nach abgearbeitet wird. Sie sollte folgende Babyartikel beinhalten:

  • Wickeln
  • Pflege
  • Stillen
  • Flasche geben
  • Kleidung
  • Kinderzimmer
  • Spielzeug
  • sonstiges

Beginnen wir mit der Erstausstattung für das Wickeln des Babys. Zunächst geht es darum, den Wickelplatz einzurichten. Dafür wird in der Regel eine Wickelkommode gekauft. Idealerweise steht sie an einem Ort mit einer Raumtemperatur von 21 Grad (oder einem Wärmestrahler) ohne Durchzug oder Lärm. Hier soll sich aber nicht nur der Nachwuchs wohlfühlen, sondern auch die Eltern.

Daher ist beim Kauf darauf zu achten, dass die Kommode die richtige Höhe hat und ausreichend Ablagemöglichkeiten für Puder, Windeln etc. Auf die Einkaufsliste gehören außerdem ein Windeleimer mit Deckel, eine weiche Auflage für die Kommode und natürlich die Windeln samt Überziehhöschen.

Vom Strampler über Fläschchen bis zur Wickelkommode stehen einige Einkäufe an, die viel Geld verschlingen. (#01)

Vom Strampler über Fläschchen bis zur Wickelkommode stehen einige Einkäufe an, die viel Geld verschlingen. (#01)

Alles für das Wickeln und Baden

Beim Wickeln benötigt man auch einige Pflegeprodukte wie beispielsweise Babypuder. Feuchttücher und eine beruhigende Creme sowie Babyöl für den wunden Po sind ebenfalls fester Bestandteil einer Baby-Erstausstattung. Weiter geht es mit einer speziellen Nagelschere, die über abgerundete Ecken verfügt, und eine weiche Bürste. Vergessen sollte man nicht die Spucktücher, denn davon wird man einige brauchen. Dafür eignen sich Moltontücher, die man auch als Unterlage auf der Wickelkommode benutzen kann.

Um die Kleinen zu baden, sind eine Schüssel bzw. Wanne und Waschlappen einzukaufen. Badethermometer nicht vergessen, denn Babys sollten bei etwa 37 Grad gebadet werden. Aber bitte nicht länger als fünf Minuten. Ein bis zwei Bäder pro Woche genügen. Ein kleiner Bademantel sieht nicht nur süß aus, sondern hält anschließend auch schön warm. Alternativ gibt es Kapuzenhandtücher.

In den ersten Monaten wird das Baby gestillt. Dafür stehen Still-BHs ebenso auf der Checkliste wie ein Stillkissen und die Milchpumpe. Ein Stilltuch für unterwegs, spezieller Tee und Brustcreme werden bei Gelegenheit eine große Hilfe sein. Manchmal wird die Muttermilch in Fläschchen abgefüllt, die aber auch nach dem Stillen noch benötigt werden, etwa für Saft oder Säuglingsanfangsnahrung.

Neben den Fläschchen gehören Milch- und Trinksauger, eine Flaschenbürste und ein Sterilisator für die Mikrowelle in den Einkaufswagen – alternativ kann man die Flaschen aber auch auskochen. Genauso bietet sich das Wasserbad anstelle eines Babykostwärmers an.

 Babyartikel einkaufen ist nicht nur notwendig, sondern kann auch jede Menge Spaß machen, wenn man rechtzeitig damit beginnt und es nicht in Stress ausartet. (#02)

Babyartikel einkaufen ist nicht nur notwendig, sondern kann auch jede Menge Spaß machen, wenn man rechtzeitig damit beginnt und es nicht in Stress ausartet. (#02)

Kleidung für die ersten Monate

Auch wenn das Baby nackt zur Welt kommt – es benötigt Kleidung. Je nachdem, in welcher Jahreszeit das Kind geboren wird, sind zunächst Sommer- oder Wintersachen zu besorgen. Natürlich in der passenden Farbe, wenn man denn das Geschlecht des Kindes kennt – es soll ja Eltern geben, die sich überraschen lassen. Dann heißt es notfalls: doppelt kaufen oder neutrale Farben. Man sollte allerdings immer im Hinterkopf behalten, dass Babys schnell wachsen. Also lieber immer mehrere Größen kaufen oder nicht zu viel von allem.

Babykleidung muss nicht teuer sein, aber es summiert sich, denn von jedem Kleidungsstück müssen mehrere Exemplare angeschafft werden: Strampler, Oberteile, Lätzchen, Bodys, Strickjacken oder Pullover, Socken und Schlafanzüge. Hinzu kommen Mützchen, Strumpfhosen, ein Schlafsack und gegebenenfalls Handschuhe, Schal und eine dickere Jacke. Damit der Nachwuchs beim Spaziergang nicht friert, sind zudem eine Decke für den Kinderwagen und ein Fußsack wichtig. In einer Wickeltasche lassen sich alle wichtigen Utensilien für unterwegs verstauen – zuhause wird sie dann einfach neben die Kommode gestellt. Allerdings eignen sich auch große Taschen dafür und es muss nicht unbedingt eine spezielle Wickeltasche sein.

Die Suche nach dem passenden Kinderwagen wird wahrscheinlich die meiste Zeit in Anspruch nehmen. (#03)

Die Suche nach dem passenden Kinderwagen wird wahrscheinlich die meiste Zeit in Anspruch nehmen. (#03)

Eine Glaubensfrage: Der Kinderwagen

Apropos: Die Suche nach dem passenden Kinderwagen wird wahrscheinlich die meiste Zeit in Anspruch nehmen. Man sollte dabei mit Kosten ab 300 Euro rechnen, einen Buggy gibt es ab etwa 60 Euro. In diesem Zusammenhang kann man auch gleich den passenden Regenschutz, eine Babyschale für das Auto (kostet rund 100 Euro) und eine Babytrage (nochmal 40 Euro) kaufen. Wer an dieser Stelle Freunde und Verwandte einbezieht, kann durch Geschenke viel Geld sparen. Alternativ kann man so etwas natürlich auch gebraucht kaufen.

Wer meint, nun alles zu haben, irrt. Was ist mit dem Kinderzimmer? Natürlich kann das Baby in der ersten Zeit auch im Schlafzimmer der Eltern übernachten. Ein eigenes Reich ist noch nicht direkt nach der Geburt notwendig, doch viele Mamas und Papas haben großen Spaß am Einrichten und beginnen damit deswegen oft schon, bevor das Kind das Licht der Welt erblickt.

Neben der bereits erwähnten Wickelkommode, die ihren Platz im Kinderzimmer finden kann, sollte ein Kleiderschrank nicht fehlen. Schließlich muss die Baby-Erstausstattung irgendwo verstaut werden. Stubenwagen und Babywippe für den Tag und ein Babybett für die Nacht stehen ebenfalls auf der Einkaufsliste. Für das Bett braucht es eine Matratze mit wasserdichter Auflage (am besten gleich zwei kaufen) und Spannbettlaken. Eine Spieluhr sorgt für Beruhigung und eine kuschelige Decke für wohlige Wärme.

Auch wenn das Baby nackt zur Welt kommt - es benötigt Kleidung. Je nachdem, in welcher Jahreszeit das Kind geboren wird, sind zunächst Sommer- oder Wintersachen zu besorgen. (#04)

Auch wenn das Baby nackt zur Welt kommt – es benötigt Kleidung. Je nachdem, in welcher Jahreszeit das Kind geboren wird, sind zunächst Sommer- oder Wintersachen zu besorgen. (#04)

Allerlei Kleinigkeiten, an die man denken muss

Auf der Krabbeldecke macht der Nachwuchs erste Versuche, sich fortzubewegen und spielt dort mit Rassel oder Greifring. Dabei handelt es sich um klassisches und bewährtes Spielzeug für Babys. Aber auch altersgerechte Kuscheltiere eignen sich gut – davon wird man sicher im Laufe der Zeit einige geschenkt bekommen. Wichtig ist, dass sie besonders weich sind. Kleine Kinder schmusen gerne. Deswegen gehören Schmusetücher unbedingt zur Baby-Erstausstattung.

Wie man sieht, ist die Liste ziemlich lang – und wir sind noch nicht am Ende. Das Thema Sicherheit bereitet vielen Eltern vor und nach der Geburt echte Kopfschmerzen. Einige Dinge gehören daher unbedingt in den Einkaufswagen: Herdgitter und Steckdosenschutz bewahren das Kind vor Verbrennungen und Stromschlägen. Befindet sich eine Treppe im Haus, muss diese auch abgesichert werden. Ein Babyfon sorgt für ein ruhiges Gewissen, wenn sich Mama und Papa abends vor den Fernseher setzen und der Nachwuchs alleine im Schlaf- oder Kinderzimmer ist. Vielleicht genügt die Reichweite ja auch, um einen Plausch bei den Nachbarn zu halten. Das kann sehr erholsam sein. Zu guter Letzt wollen wir an Nuckel, Fieberthermometer, Nachtlicht und gegebenenfalls ein Reisebett erinnern und die Checkliste für die Baby-Erstausstattung damit beenden.

Ein eigenes Reich ist noch nicht direkt nach der Geburt notwendig, doch viele Mamas und Papas haben großen Spaß am Einrichten und beginnen damit deswegen oft schon, bevor das Kind das Licht der Welt erblickt.(#05)

Ein eigenes Reich ist noch nicht direkt nach der Geburt notwendig, doch viele Mamas und Papas haben großen Spaß am Einrichten und beginnen damit deswegen oft schon, bevor das Kind das Licht der Welt erblickt.(#05)

Checkliste: Alles für unterwegs

Wer in der Stadt wohnt, wird sicherlich andere Bedürfnisse an einen Kinderwagen stellen: Dieser muss hier besonders leicht zu lenken sein, möglichst schmal und gut zusammenklappbar sein.

Nötig sind:

  • Kinderwagen
  • Tragetuch oder Babytrage
  • Zudecke und Fußsack
  • Wickeltasche mit Inhalt
  • Reisebettchen, wenn Sie mit dem Kind verreisen möchten

Diese Checklisten lassen sich noch mit einigen weiteren Dingen erweitern und anpassen, wobei es sich nicht zwingend um Notwendigkeiten handelt, sondern eher um Annehmlichkeiten. Ob Sie zu diesen greifen oder nicht, bleibt Ihren persönlichen Anforderungen und natürlich nicht zuletzt Ihrem Geldbeutel überlassen. Übrigens: Eine Babywaage brauchen Sie nicht. Das Kleine wird bei der Vorsorgeuntersuchung gewogen und auch die Hebammen haben im Rahmen der Nachsorge einen Blick auf die Gewichtszunahme Ihres Kindes.

Stressen Sie sich nicht mit zu vielen Vorgaben und Maßen, die Kinder angeblich einhalten müssen. Jedes Baby ist individuell und ob es schneller oder langsamer zunimmt, spielt meist keine Rolle – Hauptsache, die Gewichtszunahme stimmt nach einem gewissen zeitlichen Rahmen.


Bildnachweis:© Shutterstock-Titelbild: Tyler Olson  -#01: FamVeld-#02: FamVeld-#03: FamVeld-#04: vkuslandia -#05: _Koksharov Dmitry

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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