Blutzuckerwerte + Fettsucht: eine unsichtbare Gefahr

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Alarmsignale kommen manchmal auch durch Blutzuckerwerte. Fettsucht oder auch die gewöhnliche Fettleibigkeit werden so ganz unmissverständlich signalisiert. Wer gerne isst, der ist noch nicht krank. Wenn das Essen jedoch die Oberhand gewinnt, die Bewegung ausfällt, dann kann es zu einer Fettsucht kommen. Die Wohlstandskrankheit ist nicht zu unterschätzen. Zudem gibt es einen Bezug zwischen der Fettsucht und auch erhöhten Werten beim Blutzucker. Folgeerkrankungen sind durchaus möglich.

Interessante Informationen: Blutzuckerwerte und was sie aussagen

Die Messung des Blutzuckers wird in mg/dl angegeben. Ab und zu kann auch die Bezeichnung mmol/l gelesen werden. Dies ist aber eher selten der Fall. Die Messung erfolgt über das Blut. Hier gibt es spezielle Geräte, die auch in der Apotheke gekauft werden können. Es kann nicht schaden, die Konzentration der Glukose innerhalb des Blutes öfter zu überprüfen. Wer regelmäßig Werte zwischen 60 und 110 mg/dl hat, der braucht sich keine Gedanken machen. Anders ist es, wenn die Werte dauerhaft über 120 mg/dl liegen. Dennoch sollte ein Patient nicht direkt in Panik geraten, wenn er einmal einen erhöhten Wert hat. Dies kann durchaus mit dem Essen zusammenhängen, das vorher eingenommen wurde. In dem Fall eines erhöhten Wertes ist eine Nachkontrolle wichtig.

Was passiert bei Fettsucht? Die Reaktionen im Körper

Stoffwechselstörungen sind nur eine Möglichkeit, warum ein Mensch Übergewicht haben kann. Fettsucht als eine Krankheit der Industrienation ist aber ebenfalls sehr häufig vertreten. Im Blut von Betroffenen konnten erhöhte Entzündungswerte nachgewiesen werden. Wenn diese erhöht sind, dann stellt die Leber mehr Entzündungsproteine her und regt damit die Ausschüttung von TNF-alpha an. Auf diese Weise wird die Energieversorgung der Zellen deutlich reduziert und die Glucose kann nicht mehr in die Zellen geleitet werden. Sie bleibt im Blut, die Bauchspeicheldrüse muss mehr Insulin ausschütten. Dies ist eine dauerhafte Belastung. Zudem wird die Energie aus den Fettzellen nicht mehr verwendet. Daher merkt sich der Körper, dass er weniger aktiv arbeiten soll. Die Kalorien, die bisher pro Tag verbrannt wurden, sinken. Im Gegenzug verbleibt mehr Fett im Körper und das Körpergewicht steigt an. Die Fettsucht stößt also einen oftmals tödlichen Kreislauf an.

Diese Erkrankungen können eine Folge der Fettsucht sein

Diabetes mellitus, eine Fettleber oder vielleicht ein Herzinfarkt? Was sich wie das Grauen liest, ist eine mögliche Folge von Fettsucht und erhöhten Blutzuckerwerten. Ein genauer Blick auf die Folgeerkrankungen macht deutlich, dass hier eine schnelle Reaktion notwendig ist.

Diabetes mellitus entsteht, wenn der Körper dauerhaft einen erhöhten Spiegel an Insulin aufweist. Die Arbeit der Bauchspeicheldrüse steigt an und diese ist überfordert. Das Ergebnis ist die mögliche Bildung von Diabetes. Zudem kann es zu einer Fettleber kommen. Hier wird ein Bezug zu Cholesterin hergestellt. Nicht selten bringt Übergewicht auch eine deutliche Erhöhung des Cholesterins im Körper mit sich. Cholesterin in einer zu hohen Konzentration kann eine Arteriosklerose nach sich ziehen. Die Problematik an diesem Punkt ist, dass dadurch die Leber nicht mehr vom Cholesterin befreit werden kann und eine Fettleber das Ergebnis ist.

Eine durchaus häufige Erkrankung in Folge einer Fettsucht ist eine Überbelastung von Herz und Kreislauf, die zu einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt führen kann. Schließlich gibt es noch die Tumorerkrankungen, die nachweislich häufiger auftreten bei Patienten, die eine Fettsucht haben.

Ein Blick auf mögliche Folgeerkrankungen macht deutlich, dass eine Fettsucht schnell behandelt werden muss. Hier kann nur in seltenen Fällen auf Medikamente zurückgegriffen werden. Der Einsatz von Appetitzüglern ist meist nicht empfehlenswert. Im Zusammenspiel mit dem Arzt wird für die Betroffenen ein Therapieplan aufgestellt. Zudem müssen die erhöhten Blutzuckerwerte dauerhaft kontrolliert werden.

Umstellung von Ernährung und Bewegung beeinflussen die Blutzuckerwerte

Der erste Schritt zur Einflussnahme auf die Blutzuckerwerte ist die Anpassung der Ernährung. Die Nahrungsaufnahme ist die Grundlage für die Fettsucht. Betroffene können nicht einschätzen, welche Wirkung das Essen auf ihren Körper hat. Daher ist es hier notwendig, den Ernährungsplan komplett umzustellen. Gesunde Ernährung steht an erster Stelle, ebenso wie eine Reduzierung der Menge. Allerdings muss das nach und nach passieren. Gerade Radikaldiäten können den Körper noch stärker schädigen. Die Wirkung der Diäten hält zudem nur kurz an, der Jojo-Effekt sorgt dafür, dass das Fett schnell zurückkommt. Die Änderung der Ernährung muss von Dauer sein. Und: eine regelmäßige Kontrolle der Blutzuckerwerte beim Arzt schafft mehr Bewusstsein für Fortschritte. Umstellung fängt nämlich im Kopf an.

Gleiches gilt für die Bewegung. Eine gesunde Ernährung in Zusammenhang mit ausreichend Bewegung ist das Geheimnis von einem gesunden Körper. Ebenso wie bei der Umstellung der Ernährung ist es wichtig, auch hier den Körper langsam an die Veränderung zu gewöhnen. Zudem sollte der Sport keine Belastung für den Körper darstellen sondern ihn entlasten. Hier muss mit dem Arzt zusammen eine Lösung gefunden werden.


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Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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