Wohnungssuche für Familien: Die wichtigsten 13 Tipps

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Vermieter lieben ältere Paare als Mieter, die sind so schön ruhig und machen kaum Ärger. Familien? Nicht gern gesehen, obwohl sich in letzter Zeit ein Umdenken abzeichnet.

Familienfreundliches Deutschland?

Auch wenn immer wieder gern davon geredet wird, wirklich familienfreundlich ist Deutschland in vielerlei Hinsicht nicht. Oft sind es nur die Kleinigkeiten, die nicht passen, teilweise aber auch wirklich wichtige Dinge. So zum Beispiel die Sache mit der Wohnung. Wie soll eine Mietwohnung finden, die zugleich bezahlbar und dennoch groß genug ist? Manchmal könnte davon ausgegangen werden, dass bezahlbarer Wohnraum für Familien nur in Gegenden zur Verfügung steht, die insgesamt keine Orte sind, an denen wir unsere Kinder wissen wollen. Große Wohnungen in guter Wohnlage sind extrem stark nachgefragt und entsprechend schwer zu bekommen. Doch es gibt einige Möglichkeiten, eine schöne und bezahlbare Mietwohnung zu finden und am Ende auch zu bekommen!

Schauen Sie sich auch in den angrenzenden Bezirken um und die dortige Entwicklung an. Wo bereits ein Aufwärtstrend erkennbar ist, sind die Mieten vielleicht dennoch niedrig, werden aber bald steigen. Schlagen Sie hier ruhig zu, wenn sich die passende Wohnung bietet! (#01)Schauen Sie sich auch in den angrenzenden Bezirken um und die dortige Entwicklung an. Wo bereits ein Aufwärtstrend erkennbar ist, sind die Mieten vielleicht dennoch niedrig, werden aber bald steigen. Schlagen Sie hier ruhig zu, wenn sich die passende Wohnung bietet! (#01)

Schauen Sie sich auch in den angrenzenden Bezirken um und die dortige Entwicklung an. Wo bereits ein Aufwärtstrend erkennbar ist, sind die Mieten vielleicht dennoch niedrig, werden aber bald steigen. Schlagen Sie hier ruhig zu, wenn sich die passende Wohnung bietet! (#01)

Folgende Tipps können Ihnen dabei helfen:

  • Gehen Sie Kompromisse ein!
    Sicherlich hat jeder die ideale Wohnung im Kopf. Wie muss diese aussehen, wo soll sie liegen und was muss sie mitbringen? Leider lässt sich meist nicht alles miteinander verbinden und so müssen Familien den einen oder anderen Kompromiss eingehen. Verzichten Sie auf ein für Sie ideales Detail und bekommen Sie dafür eine Wohnung, die insgesamt geeignet ist. Ist der Spielplatz vor dem Haus wichtiger oder der Balkon? Gerade mit kleinen Kindern können Sie Letzteren ohnehin nicht guten Gewissens so nutzen, wie sich das die meisten vorstellen, zu viele Sicherungsmaßnahmen sind nötig. Der Spielplatz, der direkt zugänglich und vom Fenster aus einsehbar ist, ist aber Gold wert. Machen Sie sich eine Liste mit den Wünschen und Vorstellungen sowie mit den Dingen, auf die Sie eventuell verzichten können. Dazu gehört auch, sich eine Obergrenze für den Mietpreis zu setzen. Oder sind Sie bereit, für ein besonders schönes Detail tiefer in die Tasche zu greifen? Wenn ja, sollten Sie wissen, welches Detail das sein muss, damit Sie die gesetzte Obergrenze überschreiten.
  • Seien Sie bei einer Besichtigung vorbereitet!
    Bringen Sie die wichtigsten Unterlagen (Schufa-Auskunft, Personalausweis etc.) direkt mit zur Besichtigung und bereiten Sie auch eine kurze Bewerbungsmappe vor. Diese sollte aber wirklich kurz ausfallen, denn der Makler hat in der Regel nicht die Zeit, ganze Bücher zu durchforsten. Stellen Sie sich außerdem darauf ein, auf Paare ohne Kinder zu treffen, die einfach nur eine große Wohnung suchen. Überlegen Sie sich, warum die Wohnung für eine Familie viel besser geeignet ist. Wichtig: Sie sollten auch zum Punkt Finanzen auskunftsfähig sein und gegenüber dem Makler erklären können, wie Sie die Miete aufbringen wollen. Mehr als die Hälfte des Familieneinkommens sollte für die Mietzahlungen nicht eingeplant werden.
Erzählen Sie jedem, der es hören will und notfalls auch denen, die es nicht hören wollen, dass Sie eine Wohnung für die Familie suchen. (#02)

Erzählen Sie jedem, der es hören will und notfalls auch denen, die es nicht hören wollen, dass Sie eine Wohnung für die Familie suchen. (#02)

  • Finden Sie neue Traumwohngebiete!
    Das klingt leider genauso schwer, wie es ist. Wenn Sie nicht gerade über eine Kristallkugel verfügen, die die Zukunft voraussagt, gleicht es einem Glücksspiel und Sie müssen erst herausfinden, wo sich in Zukunft das spannende Leben abspielen wird. Informieren Sie sich dafür über den Mietverlauf verschiedener Straßen, die für Sie infrage kommen. Wie gestalteten sich die Mieten in den letzten Jahren, welche Gewerbe sind dort angesiedelt, handelt es sich um eine reine Wohngegend oder um eine kombinierte Wohn-/Gewerberegion? Schauen Sie sich auch in den angrenzenden Bezirken um und die dortige Entwicklung an. Wo bereits ein Aufwärtstrend erkennbar ist, sind die Mieten vielleicht dennoch niedrig, werden aber bald steigen. Schlagen Sie hier ruhig zu, wenn sich die passende Wohnung bietet!
  • Entgehen Sie der Wohnungsnot!
    Immer mehr Menschen zieht es an den Rand der Stadt. Besonders für Familien positiv: Hier findet sich noch bezahlbarer Wohnraum in einer Gegend, die durch mehr Grün und verkehrsberuhigte Bereiche ausreichend Platz für Kinder bietet. Dank der guten Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel ist es in der Regel nicht schwer, in die Innenstadt zu gelangen und dauert nicht einmal lange. Sie müssen auch kein eigenes Auto anschaffen, um zur Arbeit zu kommen! Wenn Sie es gern etwas ruhiger und grüner mögen, sind Sie auf dem Land bzw. im Randgebiet der Stadt bestens aufgehoben. Hier herrscht zudem keine Wohnungsnot, denn diese ist ein Phänomen der Großstadt.
  • Hören Sie sich um!
    Erzählen Sie jedem, der es hören will und notfalls auch denen, die es nicht hören wollen, dass Sie eine Wohnung für die Familie suchen. Mit etwas Glück kommt Ihr Gesuch jemand zu Ohren, der etwas Passendes kennt. Mundpropaganda wirkt in vielen Bereichen immer noch besser als jede andere Strategie und das bezieht sich auch auf die Wohnungssuche. Dafür ist wichtig zu wissen, dass laut Studien viele Wohnungen unter der Hand vermietet werden. Sie sind gar nicht erst auf dem freien Markt zu finden, das Durchforsten von Internetportalen oder Anzeigen in der Zeitung nutzt Ihnen also herzlich wenig. Nutzen Sie auch die Schwarzen Bretter, die überall geboten werden und lassen Sie Ihre Suche laut werden!
Wir alle sind ständig online und leben digital. Dabei vergessen wir oft die kleinen Zeitungen und Anzeigenblätter, die teilweise sogar kostenlos ins Haus flattern. (#03)

Wir alle sind ständig online und leben digital. Dabei vergessen wir oft die kleinen Zeitungen und Anzeigenblätter, die teilweise sogar kostenlos ins Haus flattern. (#03)

  • Lassen Sie sich unterstützen!
    Es gibt in verschiedenen Städten Programme, mit denen Familien bezahlbaren Wohnraum finden sollen. So können sie sich beispielsweise an die Stadt wenden, die über derartige Programme Auskunft gibt. Auf eine ähnliche Art werden Familien in Frankfurt am Main unterstützt, hier gibt es beispielsweise Einkommensobergrenzen für die Vermietung bestimmter Wohnungen. Damit werden die Menschen mit einem geringen bis mittleren Einkommen bei der Wohnungssuche gefördert, sie haben eher die Chance auf bezahlbare Mietswohnungen.
  • Seien Sie tauschbereit!
    Sie haben eine schöne Wohnung, diese ist aber für Ihre Familie dank des Nachwuchses zu klein geworden? Bieten Sie die doch zum Tausch an! Viele Menschen suchen eine kleine Wohnung mit drei oder vier Zimmern, Sie aber eine mit fünf oder sechs Zimmern: Was liegt da näher, als eine Tauschwohnung zu bieten? Nutzen Sie dafür Tauschportale oder wieder die bereits genannten Schwarzen Bretter.
  • Mieten Sie Stauraum dazu!
    Sollte sich gar nichts finden lassen, können Sie einen Lagerraum mieten. In vielen Städten werden mittlerweile solche Lagerräume zu moderaten Preisen angeboten und hier können Sie entweder kurzzeitig oder für einen längeren Zeitraum sehr viel unterbringen. Sie müssen keine Angst haben, an Bobby Car, Bollerwagen und Fahrrad nicht mehr heranzukommen, denn das Prinzip des Self-Storage lässt Sie rund um die Uhr an Ihr Eigentum herankommen.
Natürlich sind Ihre Kinder ruhige Zwerge, die kaum auffallen und auf keinen Fall Schlagzeug oder Klavier spielen! Ein bisschen schummeln ist hier durchaus erlaubt.(#04)

Natürlich sind Ihre Kinder ruhige Zwerge, die kaum auffallen und auf keinen Fall Schlagzeug oder Klavier spielen! Ein bisschen schummeln ist hier durchaus erlaubt.(#04)

  • Versuchen Sie es bei den Genossenschaften!
    Wohnungen, die von Genossenschaften angeboten werden, sind oftmals viel günstiger und haben nichts mit dem sozialen Wohnungsbau zu tun. Oftmals befinden sie sich sogar in Stadtteilen, die sehr begehrt und dementsprechend eigentlich teuer sind. Lassen Sie sich von der Genossenschaft auf die Warteliste setzen, wenn derzeit keine Wohnung für Sie dabei ist. Sie werden als Mieter dann Mitglied der Genossenschaft und zahlen dafür einen Beitrag, der in etwa einer Kaltmiete entspricht. Sie besitzen dann aber Anteile an der Genossenschaft und bekommen teilweise sogar lebenslanges Wohnrecht! Das ist auch dann interessant, wenn die Kinder einmal ausgezogen sind und Sie als Rentner eine schöne Wohnung in der bekannten Wohngegend suchen, die nur eben ein wenig kleiner sein soll als die Wohnung, die Sie jetzt bewohnen.
  • Nutzen Sie Zeitungen!
    Wir alle sind ständig online und leben digital. Dabei vergessen wir oft die kleinen Zeitungen und Anzeigenblätter, die teilweise sogar kostenlos ins Haus flattern. Vor allem für Familien sind dort oftmals interessante Wohnungen dabei, die ausreichend groß, ruhig gelegen und bezahlbar sind. Natürlich können Sie auch auf Facebook und Co. eine Suche starten oder dort nach ausgeschriebenen Wohnungen Ausschau halten. Doch verlassen Sie sich nicht allein auf das Internet!
Auf verschiedenen Portalen im Netz können Sie ein eigenes Profil mit Bild anlegen. Dieses schicken Sie dann an Makler oder Wohnungseigentümer, die sich unter Ihrer Person nun etwas vorstellen können. (#05)

Auf verschiedenen Portalen im Netz können Sie ein eigenes Profil mit Bild anlegen. Dieses schicken Sie dann an Makler oder Wohnungseigentümer, die sich unter Ihrer Person nun etwas vorstellen können. (#05)

  • Legen Sie ein Profil an!
    Auf verschiedenen Portalen im Netz können Sie ein eigenes Profil mit Bild anlegen. Dieses schicken Sie dann an Makler oder Wohnungseigentümer, die sich unter Ihrer Person nun etwas vorstellen können. Sie erhöhen damit die Chancen, zu einer Besichtigung eingeladen zu werden, ganz erheblich!
  • Ziehen Sie sich angemessen an!
    Wenn es zur Wohnungsbesichtigung geht, sollten Sie zum einen ohne Kinder starten, zum anderen angemessen gekleidet sein. Die Destroyed-Jeans und der Kapuzenpulli sind ebenso fehl am Platze wie der Öko-Look. Gehen Sie aber auch nicht zu überkandidelt zu dem Termin, sondern ziehen Sie sich einfach etwas Seriöses an. Der Mann erscheint in Jeans und Sakko mit einem Hemd ohne Krawatte, die Frau trägt einen Hosenanzug oder eine Jeans mit Bluse. Sportlich-elegant passt immer.
  • Seien Sie nicht zu mitteilsam!
    Auch wenn Sie Ihre Kinder lieben: Erzählen Sie nicht von deren Streichen oder dem letzten Fauxpas, nach dem der Flur in der alten Wohnung gründlich renoviert werden musste. Eine kleine Anekdote reicht völlig zu und sollte überdies so gewählt werden, dass sie wirklich lustig ist und nicht von Auswirkungen auf die Nachbarschaft zeugt. Natürlich sind Ihre Kinder ruhige Zwerge, die kaum auffallen und auf keinen Fall Schlagzeug oder Klavier spielen! Ein bisschen schummeln ist hier durchaus erlaubt.

Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Monkey Business Images -#01: ESB Professional -#02: ESB Professional -#03: Robert Kneschke -#04: Anton Havelaar -#05:  Jack Frog

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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