Thema Fettsucht: richtig damit umgehen

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Wer sich mit dem Thema Fettsucht schon einmal beschäftigt hat der weiß, dass es sich hierbei nicht um eine harmlose Krankheit handelt. Die Wohlstandskrankheit ist gerade in den Industrienationen weit verbreitet und kann durchaus gefährlich werden.

Die Definition zum Thema Fettsucht

Der Begriff „Fettsucht“ wird gerne einmal in den Raum geworfen, wenn eine Person mehr auf den Rippen hat, als sie eigentlich sollte. Was genau dahinter steckt, ist jedoch den wenigsten Menschen auch wirklich bekannt. Tatsächlich gibt es viele Menschen, die wissen gar nicht, was eine Fettsucht überhaupt ist und das obwohl, je nach Altersgruppe, bis zu 70% der Menschen betroffen sind. Sowohl Männer als auch Frauen können unter Fettsucht leiden. Bei Frauen wird ab einem Wert von über 30% Fettgewebe von einer Fettsucht gesprochen, bei Männern bereits ab 20%. Die Fettsucht entsteht durch den Drang, viel zu essen und diesem auch nachzugehen. Betroffene Menschen haben oft eine ungesunde Ernährungsweise und finden das Maß bei der Menge nicht. Dazu kommt zu wenig Bewegung und schon entsteht Übergewicht. Was oft ein Schulterzucken hervorruft, kann für den Körper nachhaltige Schäden haben.

Thema Fettsucht: So kann sie bemerkt werden

Die Fettsucht ist eine her schleichende Erkrankung, niemand wird von heute auf morgen dick. Einige Symptome können aber schon recht früh darauf hinweisen, dass etwas nicht stimmt und ein Arzt konsultiert werden sollte. Diese Symptome sind beispielsweise eine Luftnot auch bei wenig Anstrengung, ständige Antriebslosigkeit und Müdigkeit sowie eine deutlich verminderte Fähigkeit, Leistungen zu erbringen, die früher problemlos erbracht werden konnten. Häufig treten die Symptome durchaus zusammen auf, oft genug haben Betroffene aber auch nur eines oder zwei der Symptome. Gerade dann ist es schwierig, hier zu erkennen, dass möglicherweise eine Erkrankung vorliegt.

Thema Fettsucht: So wird diagnostiziert

Beim Thema Fettsucht kennen Ärzte kein Erbarmen, da sie natürlich wissen, was auf den Patienten zukommen kann. Neben der verminderten Lebensqualität sind es vor allem die Folgeerkrankungen, die den Ärzten Sorgen machen. Bei einer ersten Untersuchung wird eine gründliche Anamnese aufgestellt. Hier geht es in erster Linie darum, Gewicht und Körpergröße zu vergleichen, einen Überblick über die Ernährung und das Ernährungslevel des Patienten zu bekommen und herauszufinden, ob andere körperliche Ursachen vorliegen können. So kann es durchaus sein, dass eine Störung im Hormonhaushalt die Ursache für das erhöhte Gewicht ist. Dies lässt sich durch eine Blutuntersuchung herausfinden.

Infografik: Informationen zur Fettsucht. Zunahme des Bodymass-Index (BMI) zwischen 1980 und 2008 - Frauen.

Infografik: Informationen zur Fettsucht. Zunahme des Bodymass-Index (BMI) zwischen 1980 und 2008 – Frauen.

So lässt sich das Thema Fettsucht in den Griff bekommen

Es gibt keine allgemeingültige Therapie beim Thema Fettsucht. Natürlich kann mit Appetitzüglern gearbeitet werden, das ist jedoch nur dann empfehlenswert, wenn kein anderer Weg mehr hilft. Grund dafür ist, dass Appetitzügler schnell eine Tablettensucht auslösen können. Daher wird ein guter Arzt beim Thema Fettsucht eine Nahrungsumstellung empfehlen und gemeinsam mit dem Patienten diese auch zusammenstellen. Zwischen 800 und 1.600 Kalorien pro Tag darf der Patient noch zu sich nehmen. In Kombination mit viel Bewegung und möglicherweise auch mit einer Gesprächstherapie, kann das Thema Fettsucht nach und nach abgelegt werden. Wichtig ist, dass der Patient sich der Problematik bewusst ist und auch bereit ist, mitzuarbeiten.

Hinweis: Das Magenband ist, ebenso wie die Medikamente, nicht das erste Mittel der Wahl und wird daher von Ärzten nur selten empfohlen.

Infografik: Informationen zur Fettsucht. Zunahme des Bodymass-Index (BMI) zwischen 1980 und 2008 - Männer.

Infografik: Informationen zur Fettsucht. Zunahme des Bodymass-Index (BMI) zwischen 1980 und 2008 – Männer.

Folgeerkrankungen – warum das Thema Fettsucht so gefährlich ist

Fettsucht ist eine Krankheit, die teilweise deutliche Folgeerkrankungen nach sich ziehen kann. Diese wirken sich dauerhaft negativ auf den Körper aus und werden nicht selten auch durchaus chronisch. Einige dieser Folgeerkrankungen, die Ärzten eine besondere Sorge bereiten, sind:

  1. Arthrose
    Die Gelenke stehen durch das erhöhte Körpergewicht unter ständigen Druck. Der Verschleiß schreitet hier schneller voran und es kann zur Entwicklung einer Arthrose kommen.
     
  2. Bluthochdruck
    Ein erhöhter Blutdruck ist keine Seltenheit bei Patienten, die mit dem Thema Fettsucht konfrontiert sind.
     
  3. Erhöhter Blutzucker
    Die Gefahr, durch einen dauerhaft erhöhten Blutzucker an einer Diabetes zu erkranken, ist nicht zu unterschätzen.
     
  4. Unbemerkte Schlafstörungen
    Im Schlaf kann es zu Atemaussetzern kommen, die eine optimale Sauerstoffversorgung nicht möglich machen. Dies wirkt sich auf den gesamten Körper aus.
     
  5. Gestörter Fettstoffwechsel
    Ebenfalls problematisch sind die Auswirkungen auf den Fettstoffwechsel, die beim Thema Fettsucht nicht unterschätzt werden sollten.
     

Ein Blick auf mögliche Folgeerkrankungen macht deutlich, wie wichtig es ist, beim Thema Fettsucht schnell zu handeln und etwas gegen das erhöhte Gewicht zu unternehmen.


Bildnachweis: © Fotolia – esolla

Über Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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