Sitzsäcke für Kinder: Bequem, aber sicher!

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Sitzsäcke sind tolle Begleiter in Innen- und Außenbereich: Sie engen nicht ein, ermöglichen einen bequemen Sitzkomfort und sehen so richtig cool aus. Kein Wunder also, dass ein Sitzsack besonders fürs Kinderzimmer eine richtig lohnenswerte Investition ist, die den Nachwuchs rundum begeistern wird. Bei der Anschaffung eines Sitzsackes sollten einige Aspekte beachtet werden, damit die Kids nicht nur bequem, sondern vor allem sicher sitzen.

Die Geschichte des Sitzsacks

Der Sitzsack kann auf eine lange Tradition zurückblicken: Vor allem in den 1960er- und 1970er-Jahren revolutionierte das bequeme Sitzmöbel die Welt der Einrichtungsgegenstände. Ein Sitzsack verfügt gleich über mehrere praktische Eigenschaften. Zum einen ist der Sitzsack an Bequemlichkeit kaum zu übertreffen, was vornehmlich an seinem Aufbau liegt.

Ein Sitzsack besteht aus zwei Hauptkomponenten. Einerseits aus der Hülle, welche in der Regel aus einem strapazierfähigen und robusten Material besteht, das sich besonders abriebfest zeigt. Gefüllt ist der Sitzsack mit einem flexiblen Material, zumeist kleine Kügelchen, die sich an die Körperform des Sitzenden anpassen. Somit nimmt der Sitzsack für jeden eine ganz individuelle Form an, was das besondere Sitzkissen mit der Füllung für nahezu jedermann so komfortabel macht.

Das besondere Sitzmöbel, welches seinen Ursprung in der revolutionären Hippiezeit hat, orientiert sich an den speziellen Sitzkissen aus fernöstlichen Gefilden. Dennoch weist der Sitzsack als westliche Erfindung wesentliche Merkmale aus dem hiesigen Kulturkreis auf. So ist insbesondere die anschmiegsame Füllung auf Kunststoffkügelchen eine moderne Erfindung aus Europa, genauer aus Italien. Auch das Design des Sitzsackes hebt sich von der Inspirationsquelle aus Indien ab.

Der traditionelle Sitzsack, welcher in Italien erfunden und zunächst in den USA äußerst erfolgreich vermarktet wurde, verfügt über eine Tropfenform. Diese ermöglicht es, sich bequem anzulehnen und somit Rücken und Gesäß effektiv zu entlasten. Durch die flexible Füllung eines Sitzsacks passt sich dieser individuell an die Körperform an, was die Beliebtheit des Sitzmöbels auch in den 1990er-Jahren wieder aufleben lies. Nachdem der Sitzsack in den Neunzigern sein Comeback gefeiert hat, ist er immer noch ein beliebter Zeitgenosse, der besonders im Kinderzimmer gerne gesehen ist.

Die Kinder werden die lustigen Sitzsäcke lieben

Die Kinder werden die lustigen Sitzsäcke lieben  (#01)

Spezielle Sitzsäcke für Kinder

Sitzsäcke sind besonders bei Kindern beliebt, da sie so weich sind. Anders als ein harter Stuhl aus Holz ist ein Sitzsack ein sanfter Begleiter, der auch bei heftigem Toben und Spielen nicht im Wege steht, sondern aktiv ins Spiel integriert werden kann. Ein Sitzsack hat ebenfalls keine harten Kanten oder Ähnliches, an dem sich der Nachwuchs ernsthaft verletzen könnte.

Nicht nur das zweckmäßige weiche Material, sondern auch das Design macht einen Sitzsack zu einem richtig coolen Begleiter im Kinderzimmer. Während der traditionelle Sitzsack noch in Tropfenform gefertigt wurde, gibt es heutzutage eine Vielzahl an kindgerechten Modellen, die die Kids rundum begeistern: Ob lustige Liegeinsel, Sitzsack in Tierform oder mit Motiven der Helden aus Film und Fernsehen – die Neuauflage der beliebten Klassiker macht sich besonders im Kinderzimmer richtig gut.

Auch hinsichtlich der Größe zeigen sich die Sitzsäcke extrem variabel. Ob riesiges gefülltes Sitzkissen, in dem auch die Eltern bequem Platz finden oder komfortabler Sitzsack im Miniformat. Das Angebot an Sitzsäcken für Kinder, wie sie zum Beispiel im Shop von Sitzclub zu finden sind, ist riesig. Bei der Anschaffung eines solchen Sitzsacks sollten aber einige wichtige Dinge beachtet werden, denn schließlich geht es um die Gesundheit der lieben Kleinen.

Sitzsäcke für Kinder: Es gibt sie in unterschiedlichen Farben und Stoffen

Sitzsäcke für Kinder: Es gibt sie in unterschiedlichen Farben und Stoffen (#02)

Das Obermaterial der Sitzsäcke

Da das Obermaterial eines Sitzsacks in direkten Kontakt mit der Haut der Kids kommt, sollte darauf geachtet werden, dass es sich hier um schadstofffreie und gut verträgliche Materialien handelt. Hier empfiehlt es sich, mit offenen Ohren, Augen und einer aufmerksamen Nase ans Werk zu gehen: Wenn Sitzsäcke für Kinder bedenklich riechen oder sich seltsam anfühlen, ist dies ein ernst zunehmender Hinweis darauf, dass das Sitzmöbel nicht ins heimische Kinderzimmer gelangen sollte.

Bestimmte Prüfzeichen und Gütesiegel geben ebenfalls Aufschluss darüber, ob es sich um unbedenkliche Materialien handelt, die frei von Schadstoffen sind: Beispielsweise ist das Ökotex Standard 100 Siegel (‚Textiles Vertrauen‘) ein guter Indikator für ein wertiges Produkt. Das genannte Siegel kennzeichnet Textilien, die frei von Schadstoffen sind. Das sind beispielsweise Farbstoffe, die krebserregend sein können oder die Allergien auslösen können.

Neben der gesundheitlichen Unbedenklichkeit ist es ebenfalls empfehlenswert, einen Sitzsack zu kaufen, dessen Bezug abgenommen und gewaschen werden kann. Besonders im Kinderzimmer geht es oftmals heiß her: Buntstiftflecken, Rückstände von Getränken oder Knete sind nicht selten auf Kleidung, Möbel und Co zu finden.

Ein abnehmbarer und waschbarer Sitzsack erhöht die Hygiene und sorgt ebenfalls dafür, dass der Sitzsack lange schön aussieht. Doch nicht nur das Obermaterial des Sitzkissens sollte einer besonderen Prüfung unterzogen werden, sondern auch die Füllung des Sitzsacks und die Verarbeitung im Allgemeinen.

Solche Kügelchen könnten die Füllung eines Sitzsackes sein

Solche Kügelchen könnten die Füllung eines Sitzsackes sein (#03)

Sitzsack: Auf die richtige Füllung kommt es an

Ein Test des Magazins Ökotest geht insbesondere auf die Unbedenklichkeit der Füllungen von Sitzsäcken ein. Oftmals kommt hier Polystyrol (‚Styropor‘) zum Einsatz, was nicht immer absolut unbedenklich ist.

Hierbei kommt es insbesondere auf die Verarbeitung an: Styroporkügelchen werden mittels Styrolgranulat, diversen Treibmitteln und Wasserdampf hergestellt. Das fertige Styropor sollte im besten Fall kein reines Styrol mehr enthalten, da dieses gesundheitliche Schäden zur Folge haben kann. Besonders beim Einatmen von Styrol kann es Reizungen der Atemwege zur Folge haben.

Auch Reizungen der Haut und der Augen sind keine seltene Folge von Styrol. Neue Studien haben offengelegt, dass das Einatmen von Styrol in der Schwangerschaft auch am Ungeborenen Schäden hinterlassen kann. Mit dem Einsatz von Styrol und dessen Verarbeitung ist also besonders im Kinderzimmer nicht zu spaßen. Geht die Verarbeitung von Styrol zu Styropor jedoch einwandfrei vonstatten, kann eine gesundheitliche Unbedenklichkeit weitestgehend gewährleistet werden.

Dennoch gibt es auch andere Materialien, die als Alternative für Styropor in die Sitzsäcke gefüllt werden können. Aus dem chemischen Bereich sind hierbei vor allem Kunststoff und Schaumstoff zu nennen. Wie beim Styropor ist auch hier die Verarbeitung der Materialien maßgeblich dafür verantwortlich, ob der Sitzsack gesundheitlich unbedenklich ist.

Natürliche Materialien wie Kirschkerne oder Dinkelspelzen zeigen sich hingegen unbedenklich, sind aber relativ kostenintensiv oder aufwendig in der Anschaffung. Auch Stoffreste sind eine Alternative zur traditionellen Füllung des Sitzsackes mit Styropor.

Kirschkerne: Auch diese Art von Füllung wird verwendet

Kirschkerne: Auch diese Art von Füllung wird verwendet (#04)

Eine gute Verarbeitung ist essenziell

Bei der Anschaffung eines Sitzsackes kommt es nicht nur auf einen praktischen und schadstofffreien Sitzbezug sowie die richtige Füllung an, sondern auch auf die Verarbeitung. Zum einen muss die Verarbeitung des Sitzsackes in einem solchen Maße erfolgen, dass sich die Kids nicht verletzen können: Störende Nähte und harte Reißverschlüsse sollten ein Ausschlusskriterium bei der Anschaffung eines Sitzsackes für Kinder sein.

Ebenfalls müssen die Nähte so dicht sein, dass nichts vom Füllmaterial nach außen gelangen kann. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Kinder – insbesondere Kleinkinder – nicht versehentlich etwas verschlucken oder sich anderweitig an den Sitzmöbeln verletzten können. Auch hier sind ausgewählte Prüfzeichen ein guter Indikator für die Unbedenklichkeit eines Sitzsackes.

Innerhalb von Deutschland gibt das GS-Zeichen einen hilfreichen Hinweis auf die Sicherheit eines Sitzmöbels. Auch das TÜV-Siegel ist eine gute Möglichkeit, um die Unbedenklichkeit anzuzeigen.

Generell gilt: Ein Sitzsack ist ein tolles Wohnaccessoire, das vor allem im Kinderzimmer viel Spaß bringt. Dabei kann es nicht nur zum Sitzen, sondern auch zum Spielen zweckentfremdet werden, was ein riesiger Vorteil ist. Entsprechende Gütesiegel sowie erhöhte Aufmerksamkeit bei der Anschaffung eines Kindersitzsackes tragen dazu bei, dass ein unbedenkliches Sitzmöbelstück gefunden werden kann, an dem die Kids lange Spaß haben.


Bildnachweis:© Fotolia-Titelbild: Ljupco Smokovski-#01: ruslan_shramko-#02:photobalance-#03: Dmitry Lobanov-#04: Gerhard Paukstat



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Über Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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