Babys baden: Checkliste, Anleitung & mehr

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Gerade beim ersten Kind ist das Thema Baden für viele frischgebackene Eltern eine wahre Herausforderung. Fragen wie „Wann ist der richtige Zeitpunkt?“, „Badewanne oder Badeeimer?“ und „Welche Temperatur darf das Wasser haben?“ stehen im Raum. Je nach dem, wen Sie befragen, werden Sie auf Ihre Fragen unterschiedliche Antworten erhalten und am schließlich werden Sie ihre eigene Routine entwickeln. Für den Anfang haben wir im Folgenden einige Tipps zusammengestellt.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Auch wenn manche Babys bereits im Kranken- oder Geburtshaus direkt nach der Entbindung gebadet werden, sollte das erste Bad eigentlich zu Hause stattfinden. Denn zum einen schützt die sogenannte Käseschmiere die Haut des Babys und gerade die ersten Stunden sind sowohl für das Kind, als auch für die Eltern eine ganz wichtige Zeit, um sich kennenzulernen.

Außerdem ist es ratsam das Neugeborene zunächst nur mit einem Lappen zu waschen und zu mit dem Bad zu warten, bis die Reste der Nabelschnur von alleine abgefallen sind, denn diese schützen die Wunde am Nabel vor Keimen und helfen, Infektionen zu vermeiden.

Bei diesem süßen kleinen Dreckspatz hilft nur noch baden.

Bei diesem süßen, kleinen Dreckspatz hilft nur noch baden. (#01)

Badewanne, Badeeimer oder doch ein Baby Badewannensitz?

Diese Frage stellen sich die werdenden Eltern meist bereits während der Schwangerschaft und auch hier gehen die Meinungen der verschiedenen Experten – von Hebammen, Ärzten, bereits erfahrenen Eltern – auseinander. Und auch hier gilt: Finden Sie Ihren eigenen Weg.

Während Sie Ihr Kind in einer klassischen Badewanne gründlich waschen können, weil Sie problemlos an alle Stellen kommen, ist der Badeeimer vor allem Platz- und Wassersparend. Zudem bleibt das Wasser im Eimer länger warm und Sie können ihn auch auf Reisen mitnehmen. Gerade am Anfang kann sich ein Baby im Eimer wohler fühlen, weil es durch seine Begrenzung an den Mutterleib erinnert wird und es sich so besonders sicher und geborgen fühlt.

Der Badewannensitz, eignet sich wiederum für kleine und große Badewannen. Je nach Modell wird er in der Regel mit Saugknöpfen am Boden befestigt, sodass er nicht wegrutschen kann. Die verschiedenen Modelle haben eine runde Schale, in die die Kleinen zum Waschen gelegt werden.

 Dabei gibt die Schale gerade ganz kleinen Kindern Halt und erleichtern den Eltern das Waschen.

Die Schale gibt gerade  kleinen Kindern Halt und erleichtern den Eltern das Waschen.(#02)

Neben zahlreichen Vorteilen gibt es natürlich auch Nachteile bei den jeweiligen Waschmöglichkeiten. Gerade die Badewanne kann sich bei kleinen Bädern als unpraktisch erweisen. Zudem kann das Neugeborene Angst bekommen, weil es keine Begrenzung spürt und vor allem für unerfahrene Eltern kann das gleichzeitige Halten und Waschen ihres Babys zur Herausforderung werden. Ein Problem, dass beim Badeeimer nicht auftritt, allerdings kann dieser nur für eine kurze Zeit – meist drei bis sechs Monate – verwendet werden, da die meisten Babys dann schon zu groß sind. Außerdem kann das Waschen selbst recht umständlich und das Halten ziemlich unbequem sein.

Die Vorbereitung

Haben Sie sich für ein Modell entschieden und sind die Reste der Nabelschnur abgefallen – dann kann es losgehen. Prüfen Sie zunächst, ob Ihr Badezimmer warm genug ist und heizen Sie – je nach Jahreszeit – den Wickelplatz vor, damit Ihr Kind dort nicht nach dem warmen Bad friert, wenn Sie es wieder anziehen. Dann stellen Sie die Badewanne Badewanne oder den Badeeimer fest und sicher hin und füllen sie diese oder diesen ungefähr zu ¾ mit warmen Wasser. Am besten prüfen Sie die Temperatur mit einem Thermometer – optimal sollte das Wasser 35 bis 37 Grad warm sein. Wenn Sie wollen, können Sie in das Wasser einen Spritzer Öl oder auch etwas Muttermilch geben. Letztere soll vor allem bei trockner Haut gut sein. Zudem sollten Sie bereits einen Waschlappen und ein Badehandtuch mit Kapuze griffbereit haben.

Damit alles reibungslos klappt, sollten Sie folgende Utensilien sollten vor einem Bad griffbereit haben:

  •  Badewanne oder Badeeimer
  •  Thermometer
  •  Waschlappen
  •  Babyhandtuch mit Kapuze
  •  Windeln
  •  frische Kleidung oder Schlafanzug
  •  Eine Bürste mit ganz weichen Borsten

 Das Bad

Gerade beim erste Bad ist es ratsam langsam und behutsam vorzugehen

Gerade beim erste Bad ist es ratsam langsam und behutsam vorzugehen (#03)

. Tasten Sie sich langsam vor und planen Sie rund 5 bis 10 Minuten für die folgenden Schritte ein:

  1. Hat sich Ihr Baby mit dem Wasser vertraut gemacht und fühlt es sich wohl, können Sie zum Waschlappen greifen und es behutsam waschen. Ob Sie dabei Seife oder Shampoo verwenden, können Sie frei entscheiden, denn auch hier gilt: Jedes Kind ist anders. Wichtig ist jedoch, dass Sie beim Waschen die Hautfalten nicht vergessen und auch an die Ohren und die Zehenzwischenräume sowie an die Hautfalte am Hals denken.
  2. Gerade beim ersten Bad sollten Sie sich von Ihrer Hebamme helfen lassen. Sie zeigt Ihnen unter anderem, wie Sie Ihr Kind richtig in Ihrer Handbeuge halten. Wenn Sie sich alleine trauen wollen, ist es wichtig, dass Sie Ihr Baby richtig festhalten: Legen Sie den Ihren linken Arm unter seine beiden Schultern und umfassen sie die Linke. Dadurch können Sie sein Köpfchen richtig abstützen und es sicher halten. Mit der anderen Hand greifen Sie zunächst unter den Po, um es in die Badewanne zu heben und dort langsam hin und her zu wiegen, damit es sich an die neue Umgebung gewöhnt.
  3. Nachdem Sie Ihren kleinen Schatz ausgezogen haben, sollten Sie ihn ganz vorsichtig ins Wasser heben. Schauen Sie, wie es reagiert und erzählen Sie ihm, was Sie gerade machen.
  4. Ein Bad ist für Ihr Baby immer auch eine kleine Aufregung, daher ist es gerade beim ersten Mal ratsam schon im Vorfeld abzuwägen, ob es gute Laune hat. Später kann ein Bad dann sogar helfen, wenn es Bauchschmerzen oder Blähungen hat, da warmes Wasser auch auf Babys ähnlich wie bei Erwachsenen eine beruhigende Wirkung hat.
  5. Tipp: Waschen Sie aus hygienischen Gründen Ihr Baby immer in einer bestimmten Reihenfolge:
    • Hals
    • Bauch
    • Arme
    • Beine
    • Füße
    • Po und Genitalbereich

    Die Haare sollten Sie allerdings erst ganz zum Schluss waschen, damit Ihr Kind nicht durch einen nassen kalten Kopf auskühlt.

  6. Wenn Sie fertig sind, können Sie Ihr Baby vorsichtig aus dem Wasser heben. Haben Sie diesem etwas Öl zugegeben, müssen Sie aufpassen, dass es Ihnen nicht wegrutscht.
  7. Wickeln Sie nun Ihr Baby in das Handtuch mit Kapuze und trocknen Sie es auf dem vorgewärmten Wickeltisch zu gut wie möglich ab. Auch hier ist es wichtig, dass Sie alle Falten heben und die unterliegende Haut trockentupfen, damit sich keine Entzündungen oder wunde Stelle entwickeln. Wenn Sie mögen, können Sie Ihr Kind auch trockenföhnen. Das Geräusch kennt es bestimmt noch aus der Schwangerschaft und den warmen Wind finden viele Kinder als angenehm und beruhigend. Danach sollten Sie Ihr Baby so schnell wie möglich anziehen, damit es nicht auskühlt.

Gut zu wissen

Gerade weil viele Erwachsene Badezusätze lieben, denken sie, dass auch Babys Schaum mögen. Seien Sie hier lieber vorsichtig und benutzen Sie ausschließlich seifenfreie Mittel, die möglichst wenig schäumen.

Zudem fragen sich viele Eltern, wie oft sie ihre Kinder baden sollen. Während früher Generationen noch dazu angehalten wurden, ihre Babys täglich zu baden, raten Experten heute davon eher ab. Zuviel Wasser und auch der Gebrauch von Seife kann der Haut von Neugeborenen sogar eher schaden.

Übrigens, lassen Sie Ihr Baby niemals unbeaufsichtigt in der Badewanne oder im Badeeimer, ganz egal ob Sie das Gefühl haben, dass es dort sicher sitzt oder liegt. Sollte es an der Tür läuten oder das Telefon klingeln rufen Sie zurück oder wickeln Sie Ihr Baby in ein Handtuch und nehmen Sie es in jedem Fall mit.

Noch mehr Tipps rund ums Baden gibts bei Familie.de.


Bildnachweis:©Fotolia-Titelbild: candy1812-#01:DURIS Guillaume-#02:Superingo-#03: Luca Lorenzelli

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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