Beim ersten Teddy-Klinikum im Städtischen Klinikum Karlsruhe durchliefen etwa 160 Kinder aus Kindertagesstätten verschiedene medizinische Stationen und lernten spielerisch Krankenhausabläufe kennen. Sie füllten Diagnostikbögen aus, ließen Röntgenaufnahmen und Ultraschallverfahren vorführen, besuchten einen simulierten Operationsbereich und erhielten in der Apotheke eine Einführung in Medikamentenherstellung und Dosierung. Der DRK-Kreisverband Karlsruhe stellte Rettungswagenwagen aus. Die BBBank und der DM-Markt am Europaplatz ermöglichten das Projekt, das vom Karlsruher Maskottchen Willy Wildpark unterstützt wurde. offiziell
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Anmeldung im Teddy-Klinikum zeigt Kindern Prozess der Patientenaufnahme praktisch

Bettina Lisbach (9.vl.),Elvira Schneider (11.v.l.) und Christian (Foto: Markus Kümmerle, Städtisches Klinikum Karlsruhe)
Am Eingangspunkt der Veranstaltung durften alle Kinder Anmeldebögen bearbeiten, auf denen sie die Beschwerden ihrer Stofftiere in einfachen Stichpunkten festhielten. Dadurch erfuhren sie anschaulich, wie Patienteninformationen erfasst und strukturiert werden, um eine korrekte Weiterleitung an behandelnde Ärzteteams zu gewährleisten. Diese praktische Übung vermittelte grundlegendes Verständnis für die Prozesse der Patientenaufnahme und verdeutlichte, warum akkurate und vollständige Angaben entscheidend sind, um Diagnosen möglichst treffsicher zu stellen, und unterstützte gezielt patientennahe Kompetenzerweiterung.
Kinder erlernen Diagnostik mit Röntgen und Operationsvorbereitung am Stoffpatient
Im Rahmen der Veranstaltung erfuhren die Kinder nach dem spielerischen Bruch einer Plüschtierfalle zunächst, wie Röntgenstrahlen in einem echten Gerät abgebildet werden. Unter Anleitung tasteten sie die richtige Positionierung ihres Teddy-Patients ab und beobachteten die entstehenden Röntgenbilder. Anschließend führte ein Kinderärzteteam sie in den OP-Bereich, um mithilfe kindgerechter Modelle und Demonstrationen den sterilen Ablauf und die Vorbereitung einer Operation zu vermitteln. Die spielerische Einführung stärkt medizinisches Verständnis und weckt Gesundheitsinteresse.
Kinder führen Ultraschalluntersuchung an Bauchweh-Puppen durch und beobachten Ergebnisse
In einer anschaulichen kindgerechten Schulungsumgebung experimentierten die Kinder mit einem Ultraschallgerät und untersuchten Puppen mit simuliertem Bauchweh. Sie übten systematisch das Fixieren des Schallkopfs, verfolgten die reflektierten Wellen als kontrastreiche Bilder auf dem Bildschirm und lernten, zwischen verschiedenen Gewebetypen zu unterscheiden. Durch diesen praxisnahen Zugang erhielten sie einen ersten Einblick in die physikalischen Prinzipien der Sonografie, gewannen technisches Verständnis und erfuhren, wie Bildgebung zur Diagnosestellung in der modernen Medizin beiträgt.
In Klinik-Apotheke erhalten Kinder Arzttasche und üben richtige Medikamentengabe

Die Kinder beatmen den Teddy (Foto: Markus Kümmerle, Städtisches Klinikum Karlsruhe)
Nach dem Screening planten die jungen Teilnehmer ihren Kuschelpatienten-Heilverlauf selbstständig und bestimmten, ob der Teddy Bettruhe, schonende Suppe oder eine tröstende Umarmung benötigt. Im Anschluss trugen sie ihre Anordnungen in die Klinik-Apotheke, wo sie eine Übungsarzttasche mit bunten Pillendummys, Messlöffeln und etikettengroßen Dosierungsangaben erhielten. Dabei lernten die Kinder anschaulich, wie präzise man Wirkstoffmengen abwiegt, Dosieranweisungen befolgt und Lagerungshinweise beachtet, um die Sicherheit zu gewährleisten und Verständnis für pharmazeutische Prozesse fördern.
DRK-Kreisverband Karlsruhe ermöglicht Kindern Einblick in Rettungsdienst und Notfallversorgung
Während einer Demonstration im Außenbereich erläuterten Fachkräfte des DRK-Kreisverbands Karlsruhe Schritt für Schritt die Betreuung von Patienten im Rettungswagen. Die Kinder durften Erste-Hilfe-Sets öffnen, Verbandtechnik üben und einen Blick auf medizinische Geräte wie Stethoskop, Infusionsbesteck und Sauerstoffmaske werfen. Durch anschauliche Erklärungen lernten sie, wie lebenswichtige Parameter überwacht und Prioritäten in kritischen Situationen gesetzt werden. Dabei wurde verdeutlicht, weshalb eine schnelle Alarmierung und koordinierte Abläufe Leben sichern können und förderte Interesse.
Teddy-Klinikum stärkt Vertrauen der Kinder in medizinische Einrichtungen Karlsruhe
Elvira Schneider, zuständig für die Pflegeleitung, hebt hervor, dass sämtliche Abteilungen am Teddy-Klinikum aktiv mitgewirkt haben. Vom ersten Kontakt im Empfangsbereich über moderne Bildgebungsverfahren bis hin zur Medikamentengabe in der Apotheke beteiligten sich unterschiedliche Teams. Kindern wurde auf spielerische Weise gezeigt, wie klinische Abläufe funktionieren und welche Bedeutung interdisziplinäre Zusammenarbeit hat. Dieses Engagement förderte Selbstvertrauen bei den jungen Teilnehmer. Für das kommende Jahr wurde eine erneute Durchführung bereits offiziell bestätigt.
Kinder fotografieren sich begeistert mit Willy Wildpark beim Teddy-Klinikum
Dank der finanziellen Zuwendung durch die BBBank in Verbindung mit den Sachspenden des DM-Markts am Europaplatz erhielt das Projekt die notwendige Unterstützung für seine Umsetzung. Besonders beliebt war dabei Willy Wildpark, das engagierte Stadionmaskottchen des Karlsruher SC. Er bot jedem Kind ein Autogramm an und stellte sich für persönliche Fotos zur Verfügung. Durch diese gelungene Kombination aus Sponsorbeitrag und Vereinsidentifikation entstand eine vertrauensvolle Atmosphäre. Sie ermöglichte spielerisches Lernen und Interesse.
Im interaktiven Teddy-Klinikum am Klinikum Karlsruhe übernehmen Kinder die Rolle medizinischer Fachkräfte und betreuen ihre Stoffpatienten von der Anmeldung bis zur Entlassung. Mit echten Röntgen- und Ultraschallgeräten erlernen sie Diagnoseschritte, während eine simulierte OP-Einheit sicher erklärt, wie Chirurgie funktioniert. In der Apothekenstation werden individuelle Arzneimittel zusammengestellt und anschließend demonstriert der DRK-Kreisverband die Grundprinzipien der Notfallrettung im Rettungswagen. Sponsoren sind BBBank, DM-Markt und KSC-Maskottchen. Das Angebot stärkt medizinisches Interesse und Vertrauen.

