Forscher der Loma Linda University School of Public Health und der Hospital Clinic in Barcelona beobachteten bei täglichem Walnussverzehr niedrigere DII-Werte. Die Abkürzung DII steht für Dietary Inflammatory Index und beschreibt das entzündungsfördernde Potenzial der Ernährung. Grundlage war eine randomisierte Studie über zwei Jahre mit älteren Erwachsenen. Die Ergebnisse unterstützen den Ansatz, Walnüsse regelmäßig in eine ausgewogene Ernährung einzufügen. Sie können als Snack dienen oder Speisen wie Müsli, Salate und Gemüsegerichte geschmacklich ergänzen.
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Die DII-Bewertung erfasst das entzündungsfördernde Potenzial täglicher Lebensmittel
Als Maß für die entzündungsbezogene Qualität der Ernährung bewertet der Dietary Inflammatory Index verschiedene Merkmale des täglichen Speiseplans. Er zeigt, ob die Kost eher mit einem höheren oder einem niedrigeren Potenzial zur Förderung von Entzündungsprozessen verbunden ist. Ein niedriger Wert wird als günstige Einordnung verstanden. Die Veröffentlichung im Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics weist darauf hin, dass Walnüsse den DII senken können. Dadurch können sie die ernährungsbezogene Qualität von Mahlzeiten sinnvoll ergänzen und verbessern.
Die Walnussgruppe zeigte nach zwei Jahren günstigere DII-Werte
Die Untersuchung ordnet täglichen Walnussverzehr einem leicht niedrigeren Entzündungspotenzial der Ernährung zu. Teilnehmer der Walnussgruppe hatten nach zwei Jahren statistisch signifikant niedrigere DII-Werte als die Kontrollgruppe. Dabei wurden täglich 30 bis 60 Gramm Walnüsse verzehrt. Der Dietary Inflammatory Index bewertet die Ernährung als Ganzes und berücksichtigt zahlreiche Nährstoffe sowie Lebensmittelbestandteile. Die Resultate sprechen deshalb für die Einbindung von Walnüssen in eine ausgewogene Kost, ohne dass daraus eine garantierte Wirkung für jeden einzelnen Verbraucher abgeleitet werden kann.
Ältere Erwachsene erhielten täglich Walnüsse oder eine nussarme Vergleichskost
An der wissenschaftlichen Untersuchung Walnuts and Healthy Aging waren 319 ältere Erwachsene aus Loma Linda im US Bundesstaat Kalifornien beteiligt. Die Teilnehmer wurden zufällig auf zwei Gruppen verteilt. Für eine Gruppe war der tägliche Verzehr von 30 bis 60 Gramm Walnüssen vorgesehen. Die Kontrollgruppe verzichtete auf Walnüsse und begrenzte weitere Nüsse deutlich. Andere Ernährungsgewohnheiten sollten nicht geändert werden. Diese Gestaltung ermöglichte eine Untersuchung des Walnussverzehrs unter möglichst alltagsnahen Bedingungen.
Fünf 24-Stunden-Erhebungen schufen Datengrundlagen für den DII-Gruppenvergleich im Studienverlauf
Das Studienprotokoll sah fünf Erhebungen zum tatsächlichen Lebensmittelverzehr vor. Die Teilnehmer berichteten den Forschern bei jedem Termin rückblickend über alles, was sie in den vorangegangenen 24 Stunden gegessen oder getrunken hatten. Diese detaillierten Erinnerungsangaben wurden standardisiert ausgewertet. Sie ermöglichten die Zuordnung eines Dietary Inflammatory Index zu den jeweiligen Ernährungsdaten. Zusätzlich machten sie Unterschiede zwischen der Gruppe mit täglichem Walnussverzehr und der Gruppe ohne Walnüsse im Ernährungsalltag transparent und wissenschaftlich bewertbar.
Neue Befunde verbinden Walnüsse mit Veränderungen relevanter Entzündungsmarker
Der niedrigere Dietary Inflammatory Index erweitert frühere Beobachtungen aus derselben randomisierten Langzeitstudie. Bereits zuvor war berichtet worden, dass die tägliche Aufnahme von Walnüssen mit einer Verringerung mehrerer zirkulierender Entzündungsmarker einherging. Die DII-Daten beziehen sich nicht auf einzelne Blutwerte, sondern auf das entzündungsbezogene Potenzial der gesamten Ernährung. Zusammen betrachtet deuten die Befunde darauf hin, dass Walnüsse sowohl auf Ebene der Lebensmittelwahl als auch bei biologischen Messgrößen relevante Zusammenhänge aufweisen können. Ein Kausalnachweis bleibt ausgeschlossen.
Walnüsse eignen sich für Mahlzeiten und kleine Zwischenmahlzeiten
Für die praktische Umsetzung genügt es, Walnüsse als festen Bestandteil der verfügbaren Snackauswahl einzuplanen. Eine kleine Portion kann in einer Dose mitgeführt oder zuhause griffbereit bereitgestellt werden. Zusätzlich lassen sich gehackte Kerne über Salate und Frühstücksgerichte verteilen. Nach Ansicht von Rajaram ist dieser Ansatz besonders hilfreich, wenn er Produkte mit viel Zucker oder vielen Kohlenhydraten ersetzt. Er verändert nicht zwangsläufig alle Mahlzeiten, sondern setzt gezielt bei häufigen Zwischenmahlzeiten an dort.
California Walnut Commission gewährte einen Zuschuss für die Untersuchung
Über zwanzig Forschungsarbeiten bilden die empirische Basis der vorliegenden Veröffentlichung gemeinsam. Der Rahmen war die groß angelegte Walnuts and Healthy Aging Studie. Beteiligt waren als Partner Loma Linda University School of Public Health sowie Hospital Clinic in Barcelona. Ein Zuschuss der California Walnut Commission unterstützte die Untersuchung finanziell. Beim achten Internationalen Kongress für vegetarische Ernährung in Loma Linda erläutert Sujatha Rajaram vom vierzehnten bis sechzehnten März zweitausendsiebenundzwanzig Erkenntnisse zur Nussforschung.
Die Studienmenge von 30 bis 60 Gramm Walnüssen pro Tag ist im Alltag gut umsetzbar. Sie kann als einzelne Portion gegessen oder auf Frühstück, Zwischenmahlzeit und Hauptgerichte verteilt werden. Der tägliche Verzehr ging mit einem geringeren Wert beim Dietary Inflammatory Index einher. Dieser Befund ergänzt die Empfehlung, Lebensmittel nicht isoliert, sondern immer im Zusammenhang mit der gesamten Ernährung zu bewerten.

