Kinderlärm – Was ist erlaubt?

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Immer wieder geraten Nachbarn und Eltern aneinander, da sich Bewohner durch die spielenden Kinder im Hof, den Kinderwagen im Hausflur oder das schreiende Baby in der Nacht gestört fühlen. Doch was sagt eigentlich das Recht dazu?

Ein Nachbarschaftsstreit wegen Kinderlärm ist keine Seltenheit – und viele Eltern ziehen früher oder später mit ihren Kindern aus, um der Belastung und weiteren Konflikten aus dem Weg zu gehen. Doch wie sieht es rechtlich eigentlich aus? Die Bundesregierung verabschiedete vor einiger Zeit ein Gesetz, das Kinderlärm von anderem Krach, wie beispielsweise durch Baustellen verursacht, abgrenzt. So können Anwohner nun nicht mehr so einfach gegen den Bau von Spielplätzen oder Kindertagesstätten in ihrem Wohnviertel klagen, da das Gesetz nun klarstellt, dass solche Einrichtungen generell keine schädliche Umwelteinwirkung haben. Bei einigen Räumlichkeiten gelten jedoch Ausnahmen: so sind Keller, Treppenhäuser, Aufzüge und Tiefgaragen für alle Bewohner zugänglich und sollten aus diesem Grund kein Ort zum Spielen für Kinder sein. Innerhalb der eigenen vier Wände können Kinder jedoch nach Lust und Laune spielen. So erhalten in der Regel Nachbarn, die gegen Kinderlärm oder auch Babygeschrei in der Nacht klagen, kein Recht, da nach Auffassung vieler Richter die Geräusche, die Kinder erzeugen, für die Gesellschaft zumutbar sind.


Bildnachweis: © freeimages.com – Benjamin Earwicker

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